Thursday 7 july 2011
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11:25
Wenn man einmal Blut geleckt hat, will noch mehr. Bei der polnischen Ostsee ist dies umso mehr der Fall. Ich bin in den letzten 8 Jahren nachdem ich zum ersten Mal dort war immer wieder zurück
gekehrt, fast jedes Jahr. Dieses Jahr steht mein Urlaub noch bevor und ich glaube ich fahre weiter in den Osten, als ich je war. Nämlich nach Danzig.
Traditionsgemäß fahre ich aber über Wolin hin. Ich habe in den letzten drei oder vier Jahren immer so ziemlich die ganze polnische Ostseeküste abgetourt bis zu meinem Zielort. Letztes Jahr habe
ich das sogar bis zur Höhe Kaschubiens durchgezogen und mir sind auf meinen Wegen so viele schöne Küstenorte untergekommen, wo ich eigentlich Halt hätte machen sollen, aber so ein Urlaub ist
nunmal zeitlich begerenzt. Kurz hinter Kaschubien kann man auf die Halbinsel Hel fahren, die an manchen
Stellen so schmal ist, dass man links und rechts das Wasser sehen kann. Außerdem sind dort bei Jastarnia (ihrer einzigen Stadt) Strände von denen man wirklich nur träumen kann. Dort bin ich auch
nur hingekommen, weil ich mich verfahren habe, aber einmal auf der falschen Straße, wollte ich nicht so schnell wieder runter. Es war eine persönliche Entscheidung.
Auf die Halbinsel werde ich dieses Jahr wieder fahren können, wenn es nach Danzig aka Gdansk geht. Auf die Stadt an sich bin ich auch unheimlich gespannt. Es wird der erste Städteurlaub, den ich
in Polen verbringe. Klar ist man direkt an der Ostsee, aber es ist ja trotzdem eine der größten Städte Polens und war seinerzeit in Ostpreußen ja schon eine Metropole. Ausnahmsweise kein
Ferienhaus oder Bungalow, sondern eine Wohnung, aber auch da ist Belvillas Angebot recht entgegenkommend. Zum Supermarkt brauche ich diesmal
nicht 20 Minuten zu fahren, also hat die Stadt schon ihre Vorteile, aber andererseits geht natürlich das verloren, was ich ja grad so liebe an Polen: die Ruhe. Ich werde mich mal überraschen
lassen.
Falls es nichts für mich sein sollte, dann geht es halt nächstes Jahr wieder nach Wolin, was ich eigentlich ohnehin vorhatte. Ein Freund von mir hatte mich darauf hingewiesen, wie gut man dort
wohl auch Wandern und Radfahren könnte, also habe ich mich hier eingelesen und das klingt eigentlich tatsächlich sehr
ansprechend. Gegen ein wenig Aktivität im Urlaub hatte ich bisher noch nie etwas einzuwenden.
By ostsee-ost
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Thursday 7 july 2011
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10:46
Wie ich ja bereits erwähnte war meine erste Erfahrung an der polnischen Ostsee auf Usedom bzw. Wolin. Die Insel ist ja zweigeteilt. Mitten durch die Insel an einer dünnen Stelle verläuft die
Grenze und trennt Polen von Deutschland. Wie es dazu kam, ist eine Geschichte für sich, eine zu der ich nicht die Zeit habe weiter auf sie einzugehen, aber wen es interessiert, der kann das alles
hier nachgucken und wird vielleicht ein wenig schlauer.
Unser Plan war eigentlich überhaupt nicht nach Polen zu fahren ursprünglich. Wir dachten, es wäre ja mal ganz witzig an die absolut östlichste Grenze der Republik zu fahren. Wir hatten uns das
alles vor der Reise schon mal bei Google Maps angesehen und dann dieses eine Gasthaus entdeckt, was ungelogen einen Steinwurf von der Grenze entfernt lag und haben uns ursprünglich eher
scherzeshalber überlegt hinzufahren. So sind wir also irgendwann tatsächlich zum Gasthaus Haffblick gefahren, was direkt an der östlichsten Südseite
Usedoms liegt, gleich an der Küste zum Stettiner Haff. Nachdem wir dort schön nordeutsch gegessen hatten überkam uns die spontane Lust rüberzufahren. Wir waren irgendwie abenteuerlustig und
hatten zum Glück auch unsere Reisepässe dabei (das war bevor Polen in Schengen war), also haben wir uns den Wagen geschnappt und sind rübergefahren.
Wir mussten jetzt nicht allzu sehr darauf achten, dass wir zu tief nach Polen reinfahren. Zum einen ist die Insel ja von begrenzter Größe und außerdem war unser Ferienhaus, dass wir online gefunden und gebucht hatten (was damals ja noch ganz zu den Anfängen von E-Business war, also 2003 oder so) auch recht nah an der Grenze, also brauchten wir
nicht mehr weit fahren auf unserer Rückkehr.
Die Eindrücke, die ich indes von Wolin gesammelt habe: Toll! Usedom ist ja so unheimlich beliebt und jeder Depp und seine Mutter fährt für ein Wochenende aus Berlin oder sonstwo hin. Für Wolin
interessiert sich scheinbar kein Deutscher und auch Polen stürmen da jetzt nicht hin, wie die Verrückten. Klar, das einzige Ballungszentrum in der Nähe ist ja auch Stettin, wo immerhin fast eine
halbe Million Menschen leben, aber trotzdem war es weitestgehend ruhig und entspannt. Es sind auch Strandkörbe dort gewesen, aber nicht einmal ein Drittel von den Massen an den deutschen
Stränden. Wirklich erfrischen still.
By ostsee-ost
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Wednesday 6 july 2011
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17:00
Um diese Frage in einem Wort zu beantworten: Ein Ostseefan, egal welcher Abschnitt. Überraschend ist es nicht, im Gegenteil, eigentlich gehört eine gute Portion Lokalpatriotismus dazu, denn ich
komme aus Rostock.
Allerdings bleibe ich am liebsten nicht an der deutschen Ostsee, sondern es ist die polnische, die mich verzückt, seit ich auf Usedom mal einen kleinen Abstecher nach Polen gemacht habe.
Eigentlich sollte die eine Seite der Insel nicht großartig anders sein als die andere, aber so war es im Endeffekt doch!
Die polnischen Küstenabschnitte sind genauso schön, aber viel ruhiger, weswegen ich sie bei allen Leuten, die ich kenne anpreise. Jetzt kommen dank dieses Blog auch Leute dazu, die ich nicht
kenne. Ich hoffe ich überzeuge euch ;-)
Gruß,
Frank
By ostsee-ost
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Wednesday 6 july 2011
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16:56
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